Willkommen in der Schreibstube.


Hier entstehen neue Gedanken - tastend, suchend, formend. Zwischen Notizen und Entwürfen, Skizzen und Fragmenten wächst das, was vielleicht schon bald ein Buch wird.

Nicht alles fertig. Manches beginnt gerade erst zu atmen. Aber wer hierher findet, darf einen Blick werfen:
auf das, was kommt. Auf das, was werden will.
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Ein kurzer Werkstattbericht zum "Schritte in Grau". Stand: Mai 2026.

Inconditum ist veröffentlicht. Mein neuer Artikel für das "mystery-Magazin" 4/2026 ist auch geschrieben. Jetzt bin ich in der Schweiz - Murten. Schaut mal in die nächste Ausgabe des mystery-Magazins 4/2026... würde mich freuen. 

Der Rohtext von "Schritte in Grau" (Arbeitstitel) wächst langsam in seine eigentliche Form hinein. Im Moment überarbeite ich viel: kürzen, verschieben, neu formulieren. Interessanterweise entstehen manche Szenen aus ganz alltäglichen Dingen - Gesprächen und Beobachtungen.

Heute im Mai: Schreiben auf der Terrasse. Tee, Sonne und später noch ein Spaziergang am Murtensee. 

Die Geschichte spielt im Jahr 2080: 

wo Recava Global Humanics keine Maschinen mehr verkauft – sie verkaufen Persönlichkeit. Maßgeschneidert. Vorhersagbar. Moralisch „rein“. 

Doch eine erste „Fehlfunktion“ in dieser perfekten Welt – sie – stellt alles infrage. Ein leises Flimmern, das nicht verschwinden will, markiert den Beginn einer Reise, die niemand erwartet hat. In einer Welt, in der digitale Identitäten und Künstliche Intelligenz zunehmend das Leben der Menschen bestimmen, stellt sich die Frage: Was passiert, wenn der Mensch nicht mehr „maßgeschneidert“ ist? Was geschieht, wenn etwas, das nicht vorgesehen war, die gesamte Ordnung ins Wanken bringt?

Die Arbeit an diesem Projekt geht weiter – ein Veröffentlichungsdatum wird zu gegebener Zeit bekannt gegeben. Doch vor allem ist es ein Projekt, das die Fragen des digitalen Zeitalters tiefgründig und auf eine Weise behandelt, die sich nicht auf einfache Antworten stützt.

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Ein Blick in den Prolog von "Schritte in Grau".

"Es ist ein Flimmern, das durch die Stadt, durch die Wälder, durch die Risse der Erde zieht – unsichtbar und doch spürbar. Ein Pulsschlag der Welt selbst, ein Hauch von Erinnerung, ein Atemzug von Möglichkeit. Lysander liegt in diesem Flimmern, und mit jedem Atemzug, jedem leisen Schrei der Neugier, jedem Herzschlag, der noch nicht von Maschinen gemessen wird, beginnt das Alte zu wanken. Die Kälte weicht nicht sofort, das Licht durchbricht nicht sofort die Schatten, aber etwas ist geschehen, das nie wieder ungeschehen gemacht werden kann.
Ein Sturm von Veränderung zieht an, leise und unaufhaltsam. Die alten Gesetze der Welt zittern, die starren Linien der Überwachung knacken, die digitalisierten Landschaften beben. Alles, was jemals gedacht, berechnet, geplant wurde, beginnt zu hinterfragen: Was, wenn die Welt mehr ist als Datenströme? Was, wenn das Herz, noch warm, noch lebendig, stärker ist als jede Berechnung?

Mehr gibt es bald...

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NÛRCUTUM - Die Stadt im Tal des Stillstands.

Am siebten Tag öffnete sich das Tal vor ihm. Lysander blieb stehen, die Beine müde, doch die Augen scharf. Vor ihm, in der Tiefe des Tals, lag ein See – ein stilles, dunkles Auge, dessen Oberfläche in der Dämmerung kaum von der umgebenden Landschaft zu unterscheiden war. Der Nebel lag wie ein zarter Schleier auf dem Wasser, wabernd und sich verflüchtigend, als ob er die Erinnerungen der Vergangenheit in sich trug, geheimnisvoll und unergründlich. Es war, als würde der See selbst Zeit in sich fangen – die vergängliche, immer fließende Zeit, die sich in der Ruhe des Wassers sammelte und in seiner Spiegelung verfloss.
Auf einem Hügel daneben, vom Nebel noch halb verhüllt, erhob sich Nûrcutum. Die Oberstadt ragte mit hohen, kantigen Gebäuden in den grauen Himmel, die Spitzen wie stählerne Finger, die nach den Wolken griffen. Rauch und leichter Smog hingen in der Luft, ein trüber Schleier, der die Stadt alt und gleichzeitig lebendig erscheinen ließ.
Unterhalb, in der Tiefe des Tales, lag die Unterstadt – ein Labyrinth aus engen Gassen, Bruchsteinhäusern und rostigen Balkonen. Hier waren noch die Spuren der alten Stadt des frühen 21.  Jahrhunderts sichtbar, Straßen, die längst keinen Verkehr mehr kannten, Fassaden, die von der Zeit gegessen waren, und Fenster, hinter denen nur noch Schatten lebten.

NÛRCUTUM ist mehr als eine Kulisse - es ist ein Echo des Zerfalls und der leisen Sehnsucht nach Heilung.

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