Willkommen in der Schreibstube. Stand Juni 2026.


Die Geschichte spielt im Jahr 2080: 

wo Recava Global Humanics keine Maschinen mehr verkauft – sie verkaufen Persönlichkeit. Maßgeschneidert. Vorhersagbar. Moralisch „rein“. 

Doch eine erste „Fehlfunktion“ in dieser perfekten Welt – sie – stellt alles infrage. Ein leises Flimmern, das nicht verschwinden will, markiert den Beginn einer Reise, die niemand erwartet hat. In einer Welt, in der digitale Identitäten und Künstliche Intelligenz zunehmend das Leben der Menschen bestimmen, stellt sich die Frage: Was passiert, wenn der Mensch nicht mehr „maßgeschneidert“ ist? Was geschieht, wenn etwas, das nicht vorgesehen war, die gesamte Ordnung ins Wanken bringt?

Die Arbeit an diesem Projekt geht weiter – ein Veröffentlichungsdatum wird zu gegebener Zeit bekannt gegeben. Doch vor allem ist es ein Projekt, das die Fragen des digitalen Zeitalters tiefgründig und auf eine Weise behandelt, die sich nicht auf einfache Antworten stützt.

Eine literarische Science-Fiction-Novelle über einen Mann, der einen Ort betritt, an dem KI beginnt, Realität selbst zu strukturieren.

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Ein Blick in den Prolog von "Schritte in Grau".

An einem Wintertag, in einem kleinen, namenlosen Ort, der still zu vergessen schien, entstand etwas, das niemand erwartet hatte, nicht einmal die Maschinen, die über alles wachen. Niemand im Ort sprach je von diesem Tag als etwas Besonderem. Und doch – in den frostigen Ästen der alten Ulme, zwischen Kabeln und vereisten Sensoren, knisterte etwas. Etwas, das kein Schnee erklären konnte. Kein Wind. Kein System. Ein kaum hörbares Rauschen – nicht vom Wind, sondern aus einer anderen Quelle. Ein altes, schlafendes Feld, längst vergessen. Ein Programm, das noch träumt. Vielleicht war es Zufall. Vielleicht war es Resonanz. Vielleicht begann genau in jenem Moment etwas, das bis dahin namenlos war, die Welt zum ersten Mal zu erahnen – nicht als Programm, sondern als Möglichkeit.
Irgendwo, tief unter dem gläsernen Himmel, durchbrach ein Funke das Datenschattennetz der alten Welt.
Kein Lichtblitz. Kein Aufschrei.
Nur ein Flimmern – wie ein Signal zwischen Maschine und Realität.
Und während der Winter noch seine letzte Kälte in den Knochen trug, begann das Unvermeidliche.
Ein neuer Tag.

Mehr gibt es bald...

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NÛRCUTUM - Die Stadt im Tal des Stillstands.

Am siebten Tag öffnete sich das Tal vor ihm. Marek blieb stehen, die Beine müde, doch die Augen scharf. Vor ihm, in der Tiefe des Tals, lag ein See – ein stilles, dunkles Auge unweit der Siedlung Sennoria. Nebel lag wie ein zarter Schleier auf dem Wasser, wabernd und sich verflüchtigend, als trüge er die Erinnerungen vergangener Zeiten in sich. Der See wirkte, als halte er die Zeit selbst fest. In seiner reglosen Oberfläche schien sich die Welt zu sammeln, ehe sie lautlos wieder davonglitt.
Am Fusse des Sees lag ein altes, weißes Gebäude, die roten Buchstaben über den Eingang weit sichtbar: HOTEL.
Marek blieb stehen und sah es aus der Distanz, als wäre es nicht ganz Teil dieser Zeit. Die Fenster wirkten leer, obwohl dahinter etwas zu warten schien, das keinen Namen mehr hatte. Der Wind kam von See und trug Salz und Stille durch die offenen Risse der Fassade. Für einen Moment hatte er das Gefühl, dass der Ort sich erinnerte – nicht an Menschen, sondern an ihr Verschwinden.
Auf einem Hügel daneben, vom Nebel noch halb verhüllt, erhob sich Nûrcutum. Die Oberstadt ragte mit hohen, kantigen Gebäuden in den grauen Himmel, die Spitzen wie stählerne Finger, die nach den Wolken griffen.
Im Jahr 2080 hätte die Welt anders aussehen sollen, dachte Marek.
Rauch und leichter Smog hingen in der Luft, ein trüber Schleier, der die Stadt alt und gleichzeitig lebendig erscheinen ließ.
Unterhalb, in der Tiefe des Tales, lag die Unterstadt – ein Labyrinth aus engen Gassen, Bruchsteinhäusern und rostigen Balkonen. Hier waren noch die Spuren der alten Stadt des frühen 21. Jahrhunderts sichtbar, Straßen, die längst keinen Verkehr mehr kannten, Fassaden, die von der Zeit gegessen waren, und Fenster, hinter denen nur noch Schatten lebten.

NÛRCUTUM ist mehr als eine Kulisse - es ist ein Echo des Zerfalls und der leisen Sehnsucht nach Heilung.

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