Willkommen in der Schreibstube. Stand August 2026.


Die Geschichte spielt im Jahr 2080:

wo Recava Global Humanics keine Maschinen mehr verkauft – sie verkaufen Persönlichkeit. Maßgeschneidert. Vorhersagbar. Moralisch „rein“.
Doch eine erste „Fehlfunktion“ in dieser perfekten Welt – sie – stellt alles infrage. Ein leises Flimmern, das nicht verschwinden will, markiert den Beginn einer Reise, die niemand erwartet hat. In einer Welt, in der digitale Identitäten und Künstliche Intelligenz zunehmend das Leben der Menschen bestimmen, stellt sich die Frage: Was passiert, wenn der Mensch nicht mehr „maßgeschneidert“ ist? Was geschieht, wenn etwas, das nicht vorgesehen war, die gesamte Ordnung ins Wanken bringt?

Die Arbeit an diesem Projekt ist abgeschlossen. Ein Veröffentlichungsdatum wird zu gegebener Zeit bekannt gegeben. Ich suche jetzt einen Verlag - der schwierige Teil der Arbeit :)

Eine literarische Science-Fiction-Novelle über einen Mann, der einen Ort betritt, an dem KI beginnt, Realität selbst zu strukturieren.
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Hinter den Kulissen:

Konzeptautor - meine Arbeitsweise.

Recherche und Materialsammlung erfolgen klassisch: durch eigene Eindrücke, Beobachtungen, Bücher und Quellen.

Anschließend ordne und gewichte ich das Material und entwickle daraus das inhaltliche Konzept.

Bei der Textkonzeption arbeite ich mit generativer KI. Sie ist dabei ein wesentliches Werkzeug meines Schreibprozesses. Ich entwickle, prüfe, verwerfe und überarbeite gemeinsam mit ihr Textentwürfe, bis daraus die endgültige Fassung entsteht.

Die konzeptionelle Verantwortung für das Werk liegt bei mir.

Ich bezeichne diese Arbeitsweise als Konzeptautor.




Nurcutum - Archivkarte
Nurcutum - Landschaft


Ein Blick in den Prolog "Nûrcutum".

An einem Wintertag in Valenbruch entstand etwas, das niemand erwartete. Und doch – in der alten Ulme, zwischen Kabeln und Sensoren, knisterte etwas. Kein Schnee, kein Wind, kein System. Ein kaum hörbares Rauschen aus einer anderen Quelle. Ein vergessenes Feld.
Vielleicht Zufall. Vielleicht Resonanz. Vielleicht begann genau hier etwas, das die Welt zum ersten Mal als Möglichkeit erahnte.
Ein Funke durchbricht das Datenschattennetz. Kein Licht-blitz. Kein Aufschrei. Nur ein Flimmern – zwischen Maschine und Realität.
Und während der Winter noch seine letzte Kälte trägt, beginnt das Unvermeidliche.
Ein neuer Tag.

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NÛRCUTUM 

Am siebten Tag öffnete sich das Tal vor ihm. Marek blieb stehen, die Beine müde, doch die Augen scharf. Vor ihm, in der Tiefe des Tals, lag ein See – ein stilles, dunkles Auge unweit der Siedlung Sennoria. Nebel lag wie ein zarter Schleier auf dem Wasser, wabernd und sich verflüchtigend, als trüge er die Erinnerungen vergangener Zeiten in sich. Der See wirkte, als halte er die Zeit selbst fest. In seiner reglosen Oberfläche schien sich die Welt zu sammeln, ehe sie lautlos wieder davonglitt.
Es war die Stunde vor dem Abend. Ein zarter, oranger Ton fraß sich durch das tiefe Blau des Himmels, vermischte sich am Horizont mit schweren, dunklen Regenwolken. Das sterbende Licht spiegelte sich im leichten Wellengang, der das Wasser in ein unruhiges Muster aus Gold und Asche verwandelte. Hoch oben in den Böen spielten die Möwen, ihr ferner, kreischender Ruf wurde vom Wind über die Weite getragen. Am Ufer bog sich das dichte Schilf, wiegte sich im Wind gegen die herannahende Nacht. Eine kleine Gruppe Enten zog ungerührt durch die flache Brandung, aufmerksam, auf der Suche nach Nahrung, während das Wasser leise gegen die Steine schwappte.
Am Ufer des Sees lag ein altes, weißes Gebäude, die roten Buchstaben über dem Eingang weit sichtbar: HOTEL.
Marek blieb stehen und sah es aus der Distanz, als wäre es nicht ganz Teil dieser Zeit. Die Fenster wirkten leer, obwohl dahinter etwas zu warten schien, das keinen Namen mehr hatte. Der Wind kam vom See und trug Salz und Stille durch die offenen Risse der Fassade. Für einen Moment hatte er das Gefühl, dass der Ort sich erinnerte – nicht an Menschen, sondern an ihr Verschwinden.
Auf einem Hügel daneben, vom Nebel noch halb verhüllt, erhob sich Nûrcutum.
Marek ging weiter, ohne Ziel, Schritt für Schritt an der Uferlinie entlang. Er suchte nicht. Er ließ sich treiben, überließ seinen müden Körper dem Instinkt des Weges, bis er spüren würde, wo er hingehörte. Bis die Kälte des Sees ihn an den Ort drängen würde, der für diese Nacht sein Zuhause werden sollte.
Erst als er die Biegung des Hügels erreichte, riss ihn die Silhouette der Zivilisation aus seinen Gedanken. Er hob den Kopf.
Die Oberstadt ragte mit hohen, kantigen Gebäuden in den grauen Himmel, die Spitzen wie stählerne Finger, die nach den Wolken griffen.
Im Jahr 2080 hätte die Welt anders aussehen sollen, dachte Marek.
Rauch und leichter Smog hingen in der Luft, ein trüber Schleier, der die Stadt alt und gleichzeitig lebendig er-scheinen ließ.
Unterhalb, in der Tiefe des Tales, lag die Unterstadt – ein Labyrinth aus engen Gassen, Bruchsteinhäusern und rostigen Balkonen. Hier waren noch die Spuren der alten Stadt des frühen 21. Jahrhunderts sichtbar, Straßen, die längst keinen Verkehr mehr kannten, Fassaden, die von der Zeit gegessen waren, und Fenster, hinter denen nur noch Schatten lebten.

NÛRCUTUM ist mehr als eine Kulisse - es ist ein Echo des Zerfalls und der leisen Sehnsucht nach Heilung.

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